Neuerscheinung: Schottland

Traditionell Kiltträger: Die Armee des Duke of Atholl in Blair Castle
© Hans-Günter Semsek, Köln
© Hans-Günter Semsek, Köln
Aus der Einleitung:
»Schottland hat viele Besonderheiten, und eine davon ist die, dass hier Männer zu vielen Gelegenheiten Röcke tragen. Der Kilt, der Schottenrock, auf gälisch feileadh-beagh genannt, entstand aus einem von der Schulter bis zu den Knien reichenden, mantelartigen Plaid, das des Nachts auch als wärmende Decke genutzt wurde.
Ungefähr im 16. Jahrhundert trennten die Männer den unteren Teil ab, legten ihn fortan in kunstvolle Falten (kilted) und hielten ihn um die Hüfte mit einem Gürtel zusammen. Vorne sorgt die kilt pin, die Rocknadel, dafür, dass die Stoffbahn zusammenbleibt, und vom Gürtel baumelt der sporran hinab. Heutzutage ist dieses seltsame Ding ein kleines Täschchen; urspünglich aber diente der Sporran als Polster zum Schutz der edlen männlichen Körperteile (...).
Der Kalauer, was denn genau der Schotte unter dem Kilt trage, kann hier auch gleich beantwortet werden: Es ist und bleibt ein Geheimnis, aber als Hinweis mag dienen, dass einmal vor einer Schlacht die Schotten angeblich ihre Röcke gehoben hätten und die Engländer daraufhin in wilder Panik geflohen seien.«
(Hans-Günter Semsek)
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